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Pressemitteilungen 12. Oktober 2011 Festzuschüsse geben Sicherheit für Patienten und Krankenkassen Die Kosten im Gesundheitswesen steigen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des medizinischen Fortschritts stetig weiter. Weil die Politik eine grundsätzliche Diskussion über eine Umgestaltung der Gesetzlichen Kranken- versicherung scheut, wird versucht, mit einer Vielzahl von selbst für Fachleute kaum noch zu durchschauenden Gesetzen, Verordnungen und anderen Maßnahmen, Kostendämpfung zu betreiben. Ein wirklicher Erfolg ist nicht erkennbar. Stattdessen nimmt die Verunsicherung zu. Die Versicherten, die Beschäftigten im Gesund- heitswesen, Krankenkassen, Krankenhäuser, die Hersteller und Anbieter von Arz- neimitteln sowie von Heil- und Hilfsmitteln wissen nicht was auf sie zukommt. Sicher ist jedoch, dass in Zukunft nicht mehr alles finanziert werden kann, was heute von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angeboten wird. Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit Hilfsmitteln wie Hörhil- fen, Körperersatzstücken und anderen Hilfsmitteln, die erforderlich sind, um den Er- folg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind. 2009 betrugen die Ausgaben der GKV für Hilfsmittel 4,2 Milliarden Euro und damit 3,25 Prozent der Leistungsausgaben der GKV. Für 2010 werden Ausgaben von knapp 4,4 Milliarden Euro erwartet. Es wird vorgeschlagen, in der Hilfsmittelversorgung für Bandagen, Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe ein Festzuschusssystem einzuführen. Ein solches System hat Vorteile. Es fördert u.a. einen schnelleren Zugang des Patienten zu qualitativ hochwertigen und innovativen Produkten. Krankenkassen profitieren in doppelter Hinsicht. Zunächst liegt der von der Krankenkasse zu zahlende Zuschuss unter dem Preis, der von einer Krankenkasse ohne Zuschussregelung zu zahlen wäre. Damit reduzieren sich die Ausgaben von Krankenkassen und in der Summe aller Krankenkassen der GKV, verbunden mit Planungssicherheit für diesen Leistungsbereich. Dann sinkt der bürokratische Aufwand, der mit der Festlegung von Festbeträgen verbunden ist. Festzuschüsse sind damit ein zukunftsorientiertes Finanzierungsinstrument in der GKV, in diesem Fall in der Hilfsmittelversorgung. Hier können Sie die Langfassung und die Kurzfassung der Pressemitteilungen von diesem Band herunterladen.
07. September 2011 Offen Prioritäten diskutieren Ein Blick nach Großbritannien zeigt, was passieren kann, wenn unter Druck öffentliche Haushalte saniert werden müssen. Sozialleistungen werden reduziert. Damit verbunden sind Einsparungen in der Gesundheitsversorgung. Die vor kurzem veröffentlichten Leistungskürzungen des britischen Nationalen Gesundheitsdienstes beinhalten z. B. die Reduktionen von Hüft- und Knieendoprothesen, von Mandeloperationen oder von Operationen bei Krampfadern. „Wenn dieses Vorgehen den gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland erspart werden soll, muss die Gesundheitspolitik endlich anfangen, öffentlich darüber zu diskutieren, was mit den in Zukunft zur Verfügung stehenden Mitteln geleistet werden kann und was nicht“, so Prof. Fritz Beske bei der Vorstellung der neuen Studie des IGSF Kiel. Schon bald wird es für alle spürbare Auswirkungen des demografischen Wandels auf unsere Sozialsysteme geben. Immer weniger jüngere Mitbürger müssen immer mehr ältere Mitbürger personell und finanziell versorgen. Während heute drei Personen im erwerbstätigen Alter für eine Person im Rentenalter zur Verfügung stehen, beträgt diese Relation 2060 nur noch 1 zu 1. „Gebraucht wird ein ganzes Bündel von Maßnahmen, wenn unser solidarisches Gesundheitswesen auf die Zukunft ausgerichtet werden soll, denn der Mangel an Geld ist vorhersehbar. Es gibt zwei Möglichkeiten mit diesem Mangel umzugehen. Entweder wird der Weg der stillen, der geheimen, der versteckten Rationierung und der rein zufallsbedingten Zuteilung und Einschränkung von Leistungen weitergegangen, die unsozialste und ungerechteste Form von Leistungseinschränkungen überhaupt, oder der Weg einer geordneten Leistungszuteilung und Leistungseinschränkung, transparent, begründet und im gesellschaftlichen Diskurs, der einzige Weg für Verteilungsgerechtigkeit“, so die Forderung von Prof. Beske. Die Pressemitteilung des Bandes 121 in der Kurzfassung und in der Langfassung können sie herunterladen.
24. Februar 2011 Wer wird in Zukunft pflegen und zahlen? „Die Vorausberechnungen für die Bevölkerungsentwicklung in unserem Land gehen bis zum Jahr 2060. Die mit der Bevölkerungsentwicklung verbundenen dramatischen Auswirkungen auf unser Solidarsystem werden bald spürbar“, so Prof. Fritz Beske vom IGSF Kiel bei der Vorstellung der neuen Studie des Instituts. Im Jahr 2060 gibt es rund zwanzig Prozent und damit 17 Millionen weniger Einwohner in Deutschland. Während heute 3 Erwerbstätige für einen Rentner arbeiten müssen, wird dann das Verhältnis 1 zu 1 sein. Immer weniger junge Menschen werden nicht nur finanziell, d. h. mit ihrem Beitrag zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, für ältere Mitbürger sorgen, sie werden auch personell, etwa durch Pflegeleistungen, ältere Mitbürger unterstützen müssen. Das Statistische Bundesamt rechnet bereits für 2025 mit etwa 152.000 fehlenden Pflegekräften, PricewaterhouseCoopers bis 2030 mit 165.000 fehlenden Ärzten, 400.000 fehlenden Pflegekräften und 950.000 fehlenden Fachkräften in Gesundheit und Pflege insgesamt. „Diese Zahlen kennzeichnen nur die Spitze des Eisbergs“, so Prof. Beske weiter. In den nächsten 40 Jahren wird sich die Zahl der Demenzkranken von heute 1,1 auf 2,2 Millionen und die Zahl der Pflegebedürftigen von 2,25 auf 4,5 Millionen verdoppeln. Dann wird die Frage lauten: Wer wird diese Menschen pflegen und wer wird dies bezahlen, denn diese Entwicklung ist nicht mehr umkehrbar. Wir haben aber die Möglichkeit, uns jetzt darauf vorzubereiten. Alle medizinischen Versorgungsbereiche, gleichgültig ob in der Zuständigkeit der GKV, der Pflegeversicherung oder der Rentenversicherung, sind Konkurrenten um finanzielle Mittel und um Fachkräfte. Dies ist heute schon so. Es wird sich weiter verschärfen. Erforderlich wird daher ein koordinierter Ansatz, der alle Leistungsbereiche umfasst. Dabei kommt Regionen, Kommunen und Landkreisen eine besondere Bedeutung zu. Letztlich werden die Probleme nur auf regionaler und kommunaler Ebene zu lösen sein. Hier können Sie die ausführlichere Pressemitteilung dazu sowie die Kurzfassung zum Band 119 herunterladen.
15. September 2010 „Deutschland lebt in vielen Bereichen über seine Verhältnisse. Dies wird inzwischen von führenden Politikern mit der Forderung anerkannt, dass in Zukunft in den öffentlichen Haushalten die Einnahmen die Ausgaben bestimmen sollen. Gleiches wird in Zukunft auch für Sozialsysteme gelten und damit auch für die Gesetzliche Krankenversicherung“, so Prof. Fritz Beske, Leiter des IGSF Kiel, bei der Vorstellung von zwei neuen Studien des Instituts. „Die Medizin kann mehr leisten als eine solidarische Krankenversicherung bei begrenzten Mitteln finanzieren kann. Bisher waren Einnahmen und Ausgaben der GKV am Bedarf orientiert. Es ist jedoch nicht mehr alles für alle finanzierbar. Priorisierung und Rationierung werden Methoden der Wahl.“ Der demografische Wandel, bei dem in Zukunft immer weniger Jüngere für immer mehr Ältere arbeiten und zahlen, sowie der medizinische Fortschritt werden nach den Berechnungen des Instituts dazu führen, dass die finanzielle Belastung derer, die arbeiten, zunehmen wird. Der Beitragsatz von heute 14,9 Prozent könnte auf mehr als das Dreifache steigen. „Von entscheidender Bedeutung für Reformen ist als erster Schritt die öffentliche Anerkennung der auf die Gesundheitsversorgung zukommenden Probleme durch die Politik. Der mündige Bürger will die Wahrheit kennen, denn letztlich muss die Gesellschaft entscheiden, wie viel an Gesundheitsversorgung sie sich solidarisch leisten kann und leisten will, wie dies finanziert werden soll und was der Einzelne darüber hinaus selber leisten kann und will. Solidarität erfordert Realismus.“ Die ausführlichen Pressemitteilungen zur Band 117, Band 118 und die Kurzfassung der Pressemitteilung zur Pressekonferenz können Sie hier herunterladen.
24. März 2010 „Die Medizin ist in der Lage mehr zu leisten, als die Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten zahlen kann – dies ist heute schon Realität. Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in etwa 10 Jahren in den Ruhestand gehen, werden die Auswirkungen für das Gesundheitswesen gravierend sein. Spätestens dann ist der Zeitpunkt erreicht, zu dem das in der GKV zur Verfügung stehende Finanzvolumen den Leistungsumfang der GKV bestimmen wird“ so Prof. Dr. med. Fritz Beske vom IGSF Kiel bei der Vorstellung einer neuen Studie des Instituts: „Bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung bei begrenzten Mitteln“. Das Problem ist seit langem bekannt. In Zukunft werden immer weniger Beitragszahler für immer mehr ältere Menschen, mit einem hohen Versorgungsbedarf, Beiträge entrichten. Wenn dann die gleichen Leistungen wie heute finanziert werden sollen, müssten die Beiträge oder aber die Steuerzuschüsse erheblich steigen. Dies kann so nicht erwartet werden. Andere Industrienationen haben die gleichen Probleme wie Deutschland, gehen aber anders damit um. So wird etwa in Schweden und Norwegen nach einem Weg gesucht, welche medizinischen Leistungen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels noch von der Solidargemeinschaft finanziert werden können. „Wir werden in Deutschland nicht umhinkommen, ähnliche Schritte zu gehen.“ So Prof. Beske.“ Damit dies ein demokratischer und transparenter Prozess ist, sollten wir heute damit beginnen. Dann haben die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit, sich verlässlich auf das einzustellen, was in Zukunft von der Solidargemeinschaft abgesichert wird und wofür sie selbst vorsorgen müssen.“ Hier können Sie die Kurzfassung und Langfassung der Pressemitteilung herunterladen.
25. August 2009 Experten erwarten nach der Wahl am 27. September eine weitere Gesundheitsreform. Die Erfahrungen mit den letzten beiden Reformen machen dies dringend erforderlich. “Es darf keine weitere Reform im Gesundheitswesen, keine neue Gesetzgebung mehr geben, die sich nicht an der demografischen Entwicklung orientiert“, so Prof. Dr. med. Fritz Beske vom IGSF in Kiel bei der Vorstellung einer neuen Studie des Instituts mit dem Titel „Morbiditätsprognose 2050 – Ausgewählte Krankheiten für Deutschland, Brandenburg und Schleswig-Holstein“, eine Hochrechnung der Morbidität für 22 Krankheiten für Deutschland, Brandenburg und Schleswig-Holstein bis 2050. „Die Ergebnisse der sehr zuverlässigen Hochrechnungen können in ihren Auswirkungen auf den Versorgungsbedarf sowohl hinsichtlich der finanziellen Mittel als auch im Hinblick auf das erforderliche Arbeitskräftepotenzial bei ständiger Abnahme der im Erwerbsleben stehenden Altersgruppe als dramatisch bezeichnet werden“, so Beske weiter. Die Kurz- und Langfassung der Pressemitteilung finden Sie hier.
13.05.2009 Eine Umfrage unter Versicherten der DAK hat ergeben, dass die Gesellschaft noch nicht auf den demografischen Umbruch vorbereitet ist. Es gibt eine neue Zielgruppe, die ein Umdenken notwendig macht. Die Pressemitteilung dazu finden Sie hier.
12.05.2009 Für ein verlässliches Gesundheitswesen Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung haben viele Bürger Angst um ihre Zukunft. Jetzt kommen Meldungen dazu, die Zweifel an der Stabilität und der Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung schüren. Die Bürger fragen sich, ob sie dann, wenn sie ernsthaft oder chronisch krank sind, auch das erhalten, was sie an medizinischen Leistungen brauchen und ob sie es auch bezahlen können. „Nur Klarheit und eine Perspektive gibt Sicherheit. Die Bevölkerung muss wissen, was die künftigen Probleme sind und wie eine für jeden finanzierbare Gesundheitsversorgung auch in Zukunft möglich ist“, so eine Arbeitsgruppe bei der Vorstellung der 150 Seiten umfassenden Gesundheitspolitischen Agenda 2009 in Berlin, die detaillierte Vorschläge zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems enthält. Die kurze und lange Pressemitteilung stehen hier zur Verfügung.
02.04.2009 Zuzahlungen: Klare Regeln für Ärzte und Patienten gefordert Viele Versicherte beklagen, dass die Gesetzliche Krankenversicherung zunehmend unüberschaubar wird. Einen nicht unerheblichen Anteil an diesem Eindruck haben die Zuzahlungsregelungen mit einer immer weitergehenden Differenzierung einschließlich Ausnahme- und Härtefallregelungen. „Zuzahlungen gibt es in allen Industrienationen, aber gerade in Deutschland sind die Regelungen und ihre Auswirkungen nahezu unübersehbar“, so Prof. Fritz Beske, Leiter des IGSF Kiel, bei der Vorstellung einer neuen Studie des renommierten Kieler Instituts. „Wir brauchen klare und einsehbare Regelungen bei den Zuzahlungen. Dabei gilt es, den am meisten vom Zuzahlungswirrwarr betroffenen chronisch Kranken und ihren Ärzten klare Perspektiven aufzuzeigen, damit das Arzt-Patienten-Verhältnis nicht durch ständige Diskussionen über Ausnahme und Härtefallregelungen belastet wird. Dies dient auch dem Bürokratieabbau. Deshalb empfehlen wir, die Belastungsgrenze von chronisch Kranken durchgehend und ohne Ausnahmeregelungen auf 2 Prozent des Bruttoeinkommens festzusetzen.“ Die Pressemitteilungen als kurze und lange Fassung können Sie hier herunterladen.
16.10.2008 Gesundheitspolitik: Weiter in die falsche Richtung Ab dem 1. Januar 2009 gilt für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), was schon heute für andere Sozialsysteme gilt: Die Verantwortung für die Höhe des Beitragssatzes liegt bei Politik und Staat. Mit der Entscheidung des Kabinetts wurde letzte Woche der Beitragssatz auf 15,5 Prozent festgelegt. Bislang wurden in aller Regel Ärzte, Krankenhäuser, Industrie und die Krankenkassen für die finanziellen Probleme der GKV verantwortlich gemacht. Die Verantwortung der Politik ist dagegen nur wenigen Fachleuten bekannt. So belasten nach heutigem Stand politische Entscheidungen die GKV zur Entlastung anderer Sozialsysteme und des Staates mit 45,5 Milliarden Euro pro Jahr. Würde diese Quersubventionierung (Verschiebebahnhof) entfallen, könnte der Beitragssatz um 4,55 Beitragssatzpunkte und damit von 14,9 auf 10,35 Prozent gesenkt werden.“ Die jetzt beschlossene Beitragssatzerhöhung belastet insbesondere die Rentner, die nicht von der Absenkung des Beitragssatzes der Arbeitslosenversicherung profitieren, und nimmt den Menschen das Vertrauen in die Politik, die seit Jahren erklärt, dass der Beitrag zur Krankenversicherung eher gesenkt werden soll, zumindest aber ausreichend ist. Die Pressemitteilungen als Kurz- und Langfassung können Sie hier herunterladen.
16.04.2008 Kranken- und Pflegeversicherung vereinigen „Das deutsche Gesundheits- und Sozialwesen in seiner jetzigen Form ist nicht auf die demographischen Veränderungen vorbereitet“, so Prof. Fritz Beske. Bis zum Jahr 2050 erwartet er eine Verdoppelung der Ausgaben für Krankheitskosten, die von den dann erwerbstätigen Personen aufgebracht werden müssen. Zusätzlich muss mit einer Verdreifachung der Kosten für die Pflege gerechnet werden. „Viele der 2 Millionen Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen erleben bei der Beantragung von Leistungen tagtäglich, wie die Verantwortung zwischen Pflege- und Krankenkassen hin- und hergeschoben wird. Die meisten Pflegebedürftigen sind chronisch krank, oft multimorbide. Sie brauchen neben der pflegerischen Betreuung eine ständige ärztliche Betreuung. Es bietet sich daher an, die Zuständigkeiten von Gesetzlicher Krankenversicherung und Sozialer Pflegeversicherung zusammenzuführen“, so Prof. Beske. Mit der neuen Studie empfiehlt das IGSF die Integration von Sozialer Pflegeversicherung und medizinischer Rehabilitation der Gesetzlichen Rentenversicherung in die Gesetzliche Krankenversicherung. Die Pressemitteilungen als Kurz- und Langfassung können Sie hier herunterladen.
20.09.2007 Gesundheitsversorgung 2050 – Prognose für Deutschland und Schleswig-Holstein Veränderte Altersstruktur belastet besonders 30-Jährige Ergebnis einer Hochrechnung über die Gesundheits- und Pflegeversorgung bis 2050: Die unaufhaltsame Veränderung der Altersstruktur in Deutschland wird besonders die künftigen Generationen finanziell und personell stark belasten. Bis zum Jahr 2050 wird eine Verdoppelung der Ausgaben für Krankheitskosten erwartet, die von den dann erwerbsfähigen Person aufgebracht werden muss. Zusätzlich muss mit einer Verdreifachung der Kosten für die Pflege gerechnet werden. Ausgelöst wird diese dramatische Entwicklung durch die zwangsläufige Zunahme von altersbedingten Erkrankungen wie Demenz, Krebs, Diabetes und HerzKreislauferkrankungen bei einer abnehmenden Zahl von Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre). Die Generation der heute ca. 30-Jährigen steht dabei vor besonderen Belastungen. Einerseits muss sie die Lasten der geburtenstarken Jahrgänge tragen und gleichzeitig muss sie für die eigene Zukunft vorsorgen. Aus seiner Sicht ist es nicht vorstellbar, dass die zukünftigen Anforderungen ohne Einschränkungen im persönlichen Bereich bewältigt werden können. Bei Gesundheit und Pflege wird eine Prioritätensetzung von Leistungen unumgänglich sein. Die Pressemitteilungen in kurzer und langer Fassung stehen als PDF-Datei zur Verfügung.
06.12. 2006 Gesetzliche Krankenkassen: Mehr Geld oder weniger Leistung Die Prognosen sprechen eine klare Sprache: Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen wird auf Dauer nicht ausreichen, um die Versicherten am medizinischen Fortschritt teilhaben zu lassen. Schon heute verbuchen die Krankenkassen Milliardenverluste. „Bei begrenzten Mitteln gibt es nur zwei Möglichkeiten, um politisch gewollte neue medizinische Leistungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) umzusetzen: Enweder mehr Geld ins System oder aber bestehende Leistungen kürzen. Niemand, der verantwortungsbewusst handelt, kann auf Dauer mehr Geld ausgeben als er verdient.“ Mit dieser einfachen Wahrheit fordert Prof. Fritz Beske, Leiter des IGSF in Kiel und renommierter Gesundheitsexperte, den Beginn einer öffentlichen Diskussion über eine Neubestimmung und strukturelle Umgestaltung des Leistungskatalogs der GKV. Diese Forderung wird auch von anderen, so vom Nationalen Ethikrat, erhoben. Da eine derartig schwierige Diskussion nur mit konkreten Vorschlägen angestoßen werden kann, macht der Kieler Experte mit der soeben vorgestellten Studie „Neubestimmung des Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenversicherung Ein Handlungskonzept“ eine Reihe konkreter Vorschläge. Die Pressemitteilungen in kurzer und langer Fassung stehen als PDF-Datei zur Verfügung.
03. Mai 2006 Gesundheitsreform: Keine weiteren Experimente Jedes seriös arbeitende Wirtschaftsunternehmen untersucht in regelmäßigen Abständen die Auswirkungen bisheriger unternehmerischer Entscheidungen. Nicht so die Gesundheitspolitik in Deutschland. Die Große Koalition will das Gesundheitswesen auf der Grundlage des GKV-Modernisierungsgesetzes GMG weiterentwickeln, denn, so Bundesgesundheitsministerin Schmidt und das Bundesgesundheitsministerium: “Die Reform wirkt.“ Erfolge des GMG seien Beitragssatzstabilität, Verbesserung von Effizienz und Qualität der Gesundheitsversorgung und anderes mehr. Bewiesen wird nichts. Der Nachweis für die Wirksamkeit fehlt. Die Pressemitteilungen kurz und lang stehen als PDF-Datei zur Verfügung
28. September 2005 Krankenkassenbeiträge werden weiter steigen Von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung ist nach Meinung des Fritz Beske Instituts für Gesundheits-System-Forschung Kiel der medizinische Fortschritt, d.h. neue Arnzeimittel, neue Behandlungsmethoden und moderne Medizintechnik. Schon heute gibt es eine Reihe von Finanzierungs- und Versorgungsdefiziten im Gesundheitswesen gibt. Die Pressemitteilungen kurz und lang stehen als PDF-Datei zur Verfügung.
31. August 2005 Deutschlands Gesundheitswesen ist effizient und preiswert Das deutsche Gesundheitswesen wird von seinen Kritikern als teuer und ineffizient bezeichnet. “Mercedes zahlen und VW fahren“ - kaum ein anderer Slogan ist in den letzten Jahren so häufig für das Verhältnis von Preis und Leistung im deutschen Gesundheitswesen benutzt worden. Der Beweis für diese Behauptung wurde nie erbracht. Die Pressemitteilung kurz und lang können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
19. April 2005 Prävention wird kein Geld sparen “Es gibt keine Beweise dafür, dass Prävention insgesamt Kosten senken wird“, so Prof. Dr. med. Fritz Beske. “Die gesundheitliche Prävention ist ein Wert an sich, kann die Lebensqualität erhöhen und das Leben verlängern!“ Gerade die Frage der Lebensverlängerung macht die Gesamtausgaben für das Gesundheitswesen dann nicht mehr kalkulierbar. Es gibt weltweit keine Studie, mit der durch Prävention Einsparungen für ein Gesundheitswesen errechnet oder nachgewiesen werden können. Die Pressemitteilung hierzu in der Kurz- und Langfassung können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
8. Dezember 2004 Kopfpauschale oder Bürgerversicherung: unkalkulierbare Folgen Die politische Diskussion über die Weiterentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung reduziert sich überwiegend auf die beiden Schlagworte „Bürgerversicherung“ oder „Kopfpauschale / Gesundheitsprämie“. Dabei geht es der Politik um die Veränderung der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Was nicht diskutiert wird, sind die mit der Umsetzung dieser Konzepte verbundenen Probleme und Auswirkungen. Das Fritz Beske Institut für Gesundheits-System- Forschung (IGSF) Kiel hat diese Problematik aufgearbeitet. Die Pressemitteilung in Kurz- oder Langfassung können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
12. Oktober 2004 Politik verursacht höhere Beiträge in der GKV Die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind in den letzten Jahren ständig gestiegen, so dass sich die Politik 2003 parteiübergreifend veranlasst sah, mit dem Gesundheits-Modernisierungsgesetz (GMG) den Versuch zu unternehmen, den Beitragssatz der GKV zu senken. Als Schuldige wurden neben den üblichen Verdächtigen, den Ärzten, Apothekern, Krankenhäusern und der Pharmaindustrie, auch die Patienten identifiziert. „Rund 8 Milliarden Euro werden der gesetzlichen Krankenversicherungen dieses Jahr durch politische Entscheidungen entzogen, nächstes Jahr werden es knapp 11 Milliarden Euro sein“, so Prof. Fritz Beske vom IGSF. Mit seiner neuen Studie hat das Institut die finanziellen Auswirkungen politischer Entscheidungen der letzten 27 Jahre untersucht und beziffert. Die Pressemitteilung in kurzer oder langer Fassung können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
19. April 2004 International steht Deutschlands Gesundheitswesen gut da Der Vergleich „Mercedes zahlen und Volkswagen fahren“ wird in der öffentlichen Diskussion immer wieder benutzt, um das deutsche Gesundheitswesen im internationalen Vergleich als teuer und nur mittelmäßig leistungsfähig darzustellen. Grundlage dieser Behauptung sind im Wesentlichen eine Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Deutschland im internationalen Vergleich nur Platz 25 zuweist sowie Statistiken der OECD und andere internationale statistische Vergleiche. Die Pressemitteilung kurz und lang können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
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